Tunnelausstattung und -betrieb

 

Dieser Fachbereich befasst sich  mit Fragestellungen zum sicheren und wirtschaftlichen Betrieb von Straßentunneln.

 

Das Institut für Straßenwesen Aachen hat seine Forschungsschwerpunkte für unterirdische Verkehrsanlagen in der Ausstattung, im Betrieb und in der Steuerung von Straßentunneln. In diesem Kontext spielen Sicherheitsaspekte und Umweltfragen eine entscheidende Rolle.

Forschungsthemen in diesem Bereich sind unter anderem die Lüftung im Regelbetrieb und im Brandfall, die Sicherheitsbewertung und das Ereignismanagement unter Einsatz betriebs- und sicherheitstechnischer Einrichtungen.

Das Institut verfügt hierzu über eine eigenentwickelte Videodetektions-Software (isacVITO) zur automatischen Verkehrsdatenerfassung und Ereigniserkennung, die in bestehende Videoüberwachungsanlagen integriert werden kann.

  vito Urheberrecht: isac

Videodetektion in Straßentunneln:

Das Institut kann auf umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Nutzung von Videodetektionssystemen in Straßentunneln zurückgreifen. In mehreren Forschungsvorhaben wurden unterschiedliche Videodetektionssysteme qualitativ untersucht, wodurch Empfehlungen für deren Einsatz in Sicherheitssystemen von Straßentunneln ableitet werden konnten. Dabei wurden auch unterschiedliche Anwendungskonzepte und Potentiale der Videoauswertung analysiert.

Das in Eigenforschungsleistung entwickelte Videodetektionssystem isac-DVA dient der PC-basierten digitalen Videoauswertung (Image Processing) zur Verkehrsüberwachung und Störfalldetektion. Mitbehandelt werden Teilaspekte des Störfallmanagements wie Verkehrsbeeinflussungsanlagen und Sicherheitseinrichtungen in Tunneln.

Unsere Softwarelösung "isacVITO"

isacVITO stellt eine echtzeitfähige Computer-Vision-Softwarelösung dar, die in einzelnen Kameraabschnitten Fahrzeuge detektiert und verfolgt. Die Detektion und Klassifikation ist durch Implementierung eines Chamfer-Matching-Algorithmus realisiert. Dieser Algorithmus vergleicht und bewertet die im Bild befindlichen Kanteninformationen mit vorhergesagten Geometrien zweier Fahrzeugklassen. Für den zweiten Schritt der Bildverarbeitung - das Fahrzeugtracking - steht derzeit eine auf Partikel-Filter-Algorithmen basierende Verfolgung zur Verfügung. Die implementierte Methode zeigt gute Ergebnisse für die Verfolgung über längere Strecken von über 100 m. Mit dem Projekt AUTUKAR wird der Gedanke um die Lokalisierung individueller Fahrzeuge in aufeinanderfolgenden Abschnitten erweitert. Dies wird durch eine Sensor- und Datenfusion erreicht, wodurch Informationen wie Position, Ausrichtung, Geschwindigkeit und Merkmale der Einzelfahrzeuge detektiert werden können. Diese erfasste, hochgenaue und streckenbezogene Fahrzeugzusammensetzung bietet den Tunneloperateuren ein Werkzeug zur Lageermittlung und -beurteilung sowie zur Früherkennung von sicherheitsrelevanten Störfällen und Folgeereignissen.